# Case Study gestalten: Problem, Arbeit und Ergebnis zeigen

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Die meisten Case Studies sind eine Galerie mit einem Absatz obendrauf. Die, die Aufträge gewinnen, erzählen eine Geschichte, der ein Fremder in einer Minute folgen kann. Dafür braucht es klare Struktur, tragende Visuals und ein Format für jeden Kanal.

## The short version

- Eine gute Case Study erzählt eine Geschichte in drei Teilen: das Problem, die Arbeit und das Ergebnis.
- Das Ergebnis sollte im ersten Screen oder auf der ersten Slide stehen, weil viele Leser nie bis zum Ende scrollen.
- Jeder Abschnitt einer Case Study sollte sein eigenes Visual haben, vom Vorher-Bild über Prozessskizzen bis zur fertigen Arbeit im Einsatz.
- Behaupte nur Ergebnisse, die du zeigen kannst, und hol die Erlaubnis des Kunden ein, bevor du ihn nennst oder Zahlen teilst.
- Eine Case Study lässt sich als Webseite, PDF, Slide in einem Pitch Deck und Social-Media-Karussell veröffentlichen, wenn sie einen einheitlichen Look teilt.

Wer eine starke **Case Study gestalten** will, folgt drei Akten: dem Problem, der Arbeit und dem Ergebnis. Beginn mit einer Überschrift, die das Ergebnis nennt, zeig, was vorher nicht stimmte, geh durch die Entscheidungen, die es geändert haben, und beweise dann mit dem fertigen Stück im echten Einsatz, dass es funktioniert hat. Gib jedem Akt ein eigenes Visual und halte die Texte kurz. Ein potenzieller Kunde sollte in der Zeit, die das Scrollen eines Screens dauert, verstehen, was du gemacht hast und warum es wichtig war.

## Der Aufbau einer guten Case Study

Designer, Agenturen, Berater und Softwarefirmen schreiben alle Case Studies, und die Form, die funktioniert, ist für alle dieselbe. Sie liest sich wie eine Kurzgeschichte mit klarem Wendepunkt und stellt das Ende an den Anfang und ans Ende.

1. **Überschrift: das Ergebnis** „Eine Speisekarte, die Rückfragen halbiert hat“ schlägt „Restaurant-Rebranding“. Nenne Kunde und Arbeit in einer Zeile darunter.
2. **Das Problem** Was nicht stimmte, für wen und warum es fürs Geschäft wichtig war. Zwei oder drei Sätze und ein Vorher-Bild.
3. **Der Ansatz** Die zwei oder drei Entscheidungen, die den Unterschied gemacht haben, und warum. Nicht jeder Schritt, den du gegangen bist.
4. **Die Arbeit** Die fertigen Stücke, groß und im Kontext gezeigt: auf einem Handy, in einem Regal, auf der Straße.
5. **Das Ergebnis** Was sich geändert hat, in den Worten des Kunden oder mit Zahlen, die du teilen darfst.
6. **Der nächste Schritt** Eine Zeile, die Leser mit einem ähnlichen Problem einlädt, sich zu melden.

> **Frag, bevor du teilst** Prüf deinen Vertrag und frag den Kunden, bevor du ihn nennst, unveröffentlichte Arbeit zeigst oder Zahlen veröffentlichst. Wenn du keine Zahlen teilen darfst, beschreib die Veränderung in Worten, die er freigibt.

Wähle mit derselben Sorgfalt, welche Projekte du aufschreibst. Drei Case Studies, die zu den Kunden passen, die du als Nächstes willst, sind mehr wert als zehn, die alles abdecken, was du je gemacht hast. Willst du mehr Restaurantaufträge, fang mit dem Restaurant an; willst du Softwarekunden, fang mit dem Dashboard an, auch wenn es der kleinere Auftrag war.

## Visuals für jeden Teil der Geschichte

Eine Wand aus fertigen Mockups sagt dem Leser, dass du schöne Dinge machen kannst. Sie sagt ihm nicht, dass du sein Problem lösen kannst. Ordne jedem Abschnitt ein Visual zu, das genau dessen Punkt beweist.

| Abschnitt | Visual, das es beweist | Vermeiden |
| --- | --- | --- |
| Problem | Die alte Version, ein verwirrender Screen, ein überladenes Regal | Die alte Arbeit des Kunden verspotten |
| Ansatz | Skizzen, ein Moodboard, zwei Optionen nebeneinander, das Briefing | Dutzende Prozessfotos |
| Arbeit | Das fertige Stück im echten Einsatz, dann wichtige Details | Nur schwebende Mockups auf Grau |
| Ergebnis | Ein kurzes Kundenzitat, eine freigegebene Zahl groß gesetzt, die Arbeit in freier Wildbahn | Vage Behauptungen ohne Quelle |

Ein beweisendes Visual pro Abschnitt reicht. Mehr als drei Bilder hintereinander, und die Geschichte stockt.

Eine Case-Study-Slide im Breitbild mit dem Titel Das Problem, die besagt, dass Gäste die veganen Gerichte auf der Speisekarte nicht fanden

Eine Problem-Slide: das Problem klar benannt, aus Sicht der Gäste, in einer Zeile.

Eine passende Breitbild-Slide mit dem Titel Das Ergebnis und der Überschrift Rückfragen halbiert auf demselben Farbverlauf

Die Ergebnis-Slide im selben Stil. Das Ergebnis ist die Überschrift, die Quelle steht darunter.

Das Beispiel oben ist erfunden, um die Form zu zeigen, aber achte auf die Quellenzeile unter dem Ergebnis. Eine Zahl mit Quellenangabe wirkt wie ein Beleg; eine Zahl allein wirkt wie Werbung. [Visuelle Hierarchie](https://gradiently.design/de/guide/visual-hierarchy) hilft bei der Entscheidung, was groß gesetzt wird.

## Das Layout einer Case Study auf einer Webseite

Auf einer Portfolio- oder Firmenwebsite ist eine Case Study eine lange Seite. Die meisten Besucher lesen den ersten Screen, überfliegen die Überschriften und schauen sich die Bilder an. Gestalte genau dafür.

### Vermeiden

- Ein bildschirmfüllendes Hero-Bild ohne Worte
- Das Ergebnis ganz unten versteckt
- Lange Absätze zwischen den Bildern
- Alle Bilder gleich groß
- Am Ende keine Möglichkeit, dich zu kontaktieren

### Machen

- Überschrift, Kunde und Ergebnis im ersten Screen
- Ein kurzer Steckbrief: Kunde, Rolle, Zeitraum, Ergebnis
- Überschriften, die allein überflogen die Geschichte erzählen
- Große Hero-Bilder, kleinere Detailbilder
- Ein klarer nächster Schritt und ein Link zur nächsten Case Study

Ein einheitlicher Hintergrund für Abschnittstrenner, Zitate und Ergebnisflächen lässt eine lange Seite wie aus einem Guss wirken und gibt dem Auge zwischen den Bildern einen Ruhepunkt. [Tipps fürs Designer-Portfolio](https://gradiently.design/de/guide/designer-portfolio-tips) und [Entwickler-Portfolio](https://gradiently.design/de/guide/developer-portfolio-design) behandeln die Website drumherum.

## Eine Case Study in mehreren Formaten

Eine Case Study ist zu viel Arbeit, um sie nur einmal zu veröffentlichen. Dieselbe Geschichte kann als Seite auf deiner Website leben, als PDF für Angebote, als zwei Slides in einem Pitch Deck und als Karussell auf LinkedIn oder Instagram. Jedes braucht seine eigene Größe.

- Slide 1920×1080: 1920 × 1080
- A4-PDF 2480×3508: 2480 × 3508
- Karussell 1080×1350: 1080 × 1350
- Behance-Cover 1616×1264: 1616 × 1264

Vier Orte für eine Case Study, maßstabsgetreu. Die Geschichte bleibt gleich; Zuschnitt und Textmenge ändern sich.

- **Karussell:** eine Slide pro Akt, dazu ein Cover und eine Kontakt-Slide. [LinkedIn-Karussells](https://gradiently.design/de/guide/linkedin-thought-leader-content) zeigt das Format.
- **Pitch Deck:** eine Problem-Slide und eine Ergebnis-Slide, wie im Paar oben.
- **PDF:** zwei bis vier Seiten in A4 oder Letter; siehe [One-Pager gestalten](https://gradiently.design/de/guide/one-pager-design) für einseitige Zusammenfassungen.
- **Portfolio-Plattformen:** ein Cover in der Größe der Plattform, etwa die [Behance-Cover-Größe](https://gradiently.design/de/guide/behance-cover-size).

Gradiently hilft hier, weil ein Mark in jeder Größe neu gerendert wird: Gestalte die Case Study einmal, und Pro bringt sie in einem Schritt in jedes Format, mit demselben Hintergrund und derselben Schrift auf Slide, PDF und Karussellseiten.

## FAQ

### Was gehört in eine Case Study?

Eine Überschrift mit dem Ergebnis, das Problem, dein Ansatz, die fertige Arbeit im Kontext, das Ergebnis und ein nächster Schritt für den Leser.

### Wie lang sollte eine Design Case Study sein?

Lang genug, um den Wendepunkt zu zeigen, und nicht länger. Die meisten guten lassen sich in einer Minute überfliegen und in fünf ganz lesen.

### Kann ich eine Case Study ohne Ergebniszahlen schreiben?

Ja. Nutze ein Kundenzitat oder eine Beschreibung der Veränderung, die der Kunde freigibt. Erfinde nie Zahlen.

### Wo gehört das Ergebnis in einer Case Study hin?

In die Überschrift oder den ersten Screen und am Ende noch einmal ausführlicher. Viele Leser kommen nie unten an.

### In welchem Format sollte eine Case Study sein?

Eine Webseite ist das Zuhause, dazu ein PDF für Angebote, Slides für Pitches und ein Karussell für Social Media, alles im selben Stil.
