# Employer Branding: zeig Bewerbern, wer du bist

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Bewerber recherchieren dich lange, bevor sie sich bewerben. Was sie finden, von Teamposts bis zum Banner der Karriereseite, ist deine Arbeitgebermarke, und sie existiert, auch wenn niemand sie gestaltet hat.

## The short version

- Employer Branding ist der Ruf eines Unternehmens als Arbeitsplatz, geprägt von allem, was ein Bewerber vor der Bewerbung sieht.
- Starkes Employer Branding beginnt mit einigen konkreten, wahren Dingen über die Arbeit im Unternehmen, jedes mit sichtbarem Beleg.
- Team-Porträts wirken am besten, wenn Menschen mit ihrer Zustimmung in eigenen Worten über echte Arbeit sprechen statt über Slogans.
- Eine Karriereseite braucht ein Hero-Bild, ein Link-Vorschaubild und ein passendes LinkedIn-Unternehmens-Titelbild, damit sie überall, wo sie geteilt wird, einheitlich aussieht.
- Employer Branding sollte dieselbe visuelle Identität wie die Kundenmarke nutzen, mit einem etwas wärmeren, persönlicheren Ton.

**Employer Branding** ist, wie Menschen dein Unternehmen als Arbeitsplatz sehen. Es entsteht aus allem, was ein Bewerber vor der Bewerbung findet: deine LinkedIn-Seite, die Gesichter in deinen Posts, die Karriereseite, wie eine Stellenanzeige klingt. Gestaltung prägt es vor allem an drei Stellen. Kulturposts zeigen, wie die Arbeit ist, Team-Porträts zeigen, wer sie macht, und Visuals der Karriereseite lassen das Ganze durchdacht wirken. Die Regel, die alles verbindet, ist einfach: Zeige konkrete, wahre Dinge, in deinem eigenen Look, durchgängig.

## Beginne mit dem, was an der Arbeit dort wirklich stimmt

Die meisten Arbeitgebermarken sagen dieselben vier Dinge: tolle Kultur, flexibles Arbeiten, großartige Menschen, Entwicklung. Nichts davon ist ein Beleg. Schreibe vor jeder Gestaltung drei Dinge auf, die für dich konkret sind und sich zeigen lassen, und plane dann die Belege.

| Wahres Ding | Beleg, den du zeigen kannst | Daraus wird der Post |
| --- | --- | --- |
| Entwickler sprechen mit Kunden | Ein Foto von einem Kundenbesuch, ein Zitat des Entwicklers | Team-Porträt |
| Menschen werden intern befördert | Zwei oder drei echte Beförderungsgeschichten, mit Erlaubnis | Karussell |
| Wir schreiben Dinge auf | Eine Seite aus deinem Onboarding-Leitfaden oder Handbuch | Blick hinter die Kulissen |
| Freitage sind zum Lernen da | Was das Team diesen Monat gelernt hat | Monatsrückblick |

Mache aus jeder Behauptung einen Beleg und aus jedem Beleg einen Post. Findest du keinen Beleg, ist die Behauptung noch nicht Teil deiner Arbeitgebermarke.

Diese Übung schützt dich auch. Bewerber vergleichen deine Posts mit dem, was Mitarbeiter anderswo sagen, und ein Widerspruch kostet mehr Vertrauen als Schweigen.

## Kulturposts, die nicht wie Stockfotos aussehen

Ein Stockfoto von diversen Menschen, die über einen Laptop lachen, sagt einem Bewerber nichts, und er weiß das. Kulturposts wirken, wenn sie im Inhalt konkret und leicht unpoliert sind und im Design trotzdem poliert: deine echten Menschen und echten Momente in einem einheitlichen, wiedererkennbaren Rahmen.

Ein Kulturpost mit der generischen Zeile Wir schätzen unsere Leute

Ein Slogan. Jedes Unternehmen könnte ihn posten, also sagt er nichts über deines.

Ein Kulturpost, der besagt, dass das Team diesen Monat vierzehn Kundengespräche gehört hat, gestaltet wie Feldnotizen

Ein konkreter Fakt darüber, wie das Team arbeitet, im selben Rahmen wie jeden Monat.

Wiederkehrende Formate helfen hier. Ein Monatsrückblick, ein Quartals-Meilenstein und ein Jahresrückblick geben dem Team einen Rhythmus und Bewerbern eine Sammlung von Belegen zum Durchscrollen. [Meilenstein-Posts](https://gradiently.design/de/guide/milestone-post) und [Event-Rückblick-Posts](https://gradiently.design/de/guide/event-recap-post) haben passende Layouts.

## So führst du Team-Porträts

Team-Porträts überzeugen wie wenig anderes, weil sie Bewerber künftige Kollegen kennenlernen lassen. Sie betreffen auch echte Menschen, also geh sorgfältig damit um.

1. **Frage, und mach es leicht, Nein zu sagen** Hole klare Zustimmung für Foto, Zitat und Ort der Veröffentlichung ein. Lass Leute den fertigen Post prüfen.
2. **Frage nach Arbeit, nicht nach Adjektiven** „Was hast du letzten Monat ausgeliefert?“ ergibt bessere Antworten als „Beschreibe die Kultur in drei Worten“.
3. **Nutze ihre Worte** Kürze für die Länge, ändere nie den Sinn. Ein schlichter, ehrlicher Satz schlägt polierten Werbetext.
4. **Halte für jedes Porträt ein Layout** Gleiche Position für Name und Rolle, gleiche Schrift, gleiche Hintergrundfamilie, damit die Serie wie eine Sammlung wirkt.
5. **Plane für Menschen, die gehen** Vereinbare, dass Posts auf Wunsch entfernt werden können. Das ist respektvoll und erspart später Unannehmlichkeiten.

Eine Team-Porträtkarte, die einen Entwickler darüber zitiert, in der ersten Woche den Kundensupport begleitet zu haben

Ein Porträt, das auf einer konkreten Erinnerung beruht. Setze ein Foto der Person ein, zugeschnitten als Kreis oder Bogen, wenn sie gern gezeigt wird.

## Visuals für die Karriereseite

Auf der Karriereseite wird deine Arbeitgebermarke geprüft. Bewerber landen dort über Jobbörsen, LinkedIn und Suche, also muss sie aussehen wie der Rest von dir. Vier Bilder leisten die meiste Arbeit.

- Karriere-Hero 1920×1080: 1920 × 1080
- Link-Vorschau 1200×630: 1200 × 630
- LinkedIn-Unternehmens-Titelbild 2256×382: 2256 × 382
- Profilbanner 1584×396: 1584 × 396

Das Hero der Karriereseite, seine Link-Vorschau, das LinkedIn-Unternehmens-Titelbild und ein Banner, das dein Team auf eigenen Profilen nutzen kann.

Das Unternehmens-Titelbild ist sehr breit und sehr flach, also halte Worte in der Mitte und behandle die Ränder als Hintergrund. [Größe des LinkedIn-Unternehmens-Titelbilds](https://gradiently.design/de/guide/linkedin-company-cover-size) behandelt den Zuschnitt. Ein passendes Profilbanner für Mitarbeiter ist eine kleine Geste, die deine Leute auf LinkedIn sichtbar verbindet, ohne jemanden zum Posten aufzufordern.

## Ein Look für Kunden und Bewerber

Manche Unternehmen bauen eine getrennte Arbeitgebermarke mit eigenen Farben. Sie endet meist wie ein anderes Unternehmen. Behalte dieselbe Identität und verschiebe den Ton: wärmere Fotografie, mehr Menschen, mehr Ich-Perspektive. Eine weichere Variante deines Hauptbackgrounds kann den Wechsel andeuten, ohne die Familie zu brechen.

- Kundenmarke: tiefes Blau: `linear-gradient(150deg, #0f172a 0%, #1e3a8a 55%, #3b82f6 100%)`
- Karriere-Variante: von Blau bis Rosé: `linear-gradient(150deg, #1e3a8a 0%, #6366f1 55%, #fbcfe8 100%)`

Dieselbe Blaufamilie, für Karriere-Inhalte etwas wärmer gerückt. Bewerber sehen ein Unternehmen mit persönlicherer Stimme.

Hier zahlt sich auch [Markenkonsistenz](https://gradiently.design/de/guide/brand-consistency) aus. In der Praxis wird Employer Branding oft von Leuten im Recruiting gemacht, nicht im Design, also muss sich der Look leicht anwenden lassen. Ein gemeinsames Markenkit mit Logo, Palette und Schriften und einem Hintergrund, der nur dir gehört, lässt jeden im Team einen Post erstellen, der stimmig aussieht. In Gradiently ist ein gesicherter Mark ein Hintergrund, mit dem nur du exportieren kannst, und Team-Arbeitsbereiche mit Pro lassen Recruiting und Marketing mit Bearbeiter- und Leserrollen gemeinsam gestalten.

## Ein einfacher Monatsplan

- Woche eins: ein Team-Porträt.
- Woche zwei: ein Blick hinter die Kulissen, wie Arbeit entsteht.
- Woche drei: ein Rückblick auf etwas, das das Team gelernt, ausgeliefert oder gefeiert hat.
- Woche vier: offene Stellen, verlinkt zur Karriereseite, mit deiner Vorlage für [Hiring-Posts](https://gradiently.design/de/guide/recruiter-hiring-posts).
- Jedes Quartal: das Hero der Karriereseite mit einem aktuellen Foto oder Ergebnis auffrischen.

## FAQ

### Was ist Employer Branding?

Es ist der Ruf eines Unternehmens als Arbeitsplatz: was Bewerber und Mitarbeiter über die Arbeit dort glauben, geprägt von Posts, Karriereseite, Stellenanzeigen und Mundpropaganda.

### Was sind gute Employer-Branding-Posts?

Team-Porträts in den eigenen Worten der Menschen, Blicke hinter die Kulissen echter Arbeit, Monatsrückblicke auf Gelerntes oder Ausgeliefertes und klare Posts zu offenen Stellen.

### Sollte Employer Branding andere Farben als die Hauptmarke nutzen?

Meist nicht. Behalte dieselbe Identität, damit Bewerber das Unternehmen erkennen, und verschiebe den Ton mit wärmerer Fotografie und persönlicheren Texten.

### Welche Bilder braucht eine Karriereseite?

Ein 1920×1080-Hero, ein 1200×630-Link-Vorschaubild und ein passendes 2256×382-LinkedIn-Unternehmens-Titelbild, damit die Seite überall, wo sie geteilt wird, einheitlich aussieht.
