Die Kurzfassung
- Brutalistisches Design hat seinen Namen von der brutalistischen Architektur, ein Wort, das man meist auf das französische béton brut zurückführt, rohen Beton.
- In Grafik- und Webdesign bedeutet Brutalismus offene Struktur: sichtbare Raster, Standard- oder Monospace-Schrift, harte Rahmen und wenig Dekoration.
- Neubrutalismus ist ein freundlicherer, polierterer Ableger, der in Apps und auf Websites zum Einsatz kommt, mit flachen Leuchtfarben, dicken schwarzen Konturen und harten versetzten Schatten.
- Brutalistische Layouts können achtlos aussehen und trotzdem leicht zu bedienen sein, solange Textkontrast, Linkgestaltung und Navigation klar bleiben.
- Brutalismus funktioniert am besten für Marken, die ehrlich, unabhängig oder technisch wirken wollen, und weniger gut für Marken, die Ruhe oder Luxus verkaufen.
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Brutalistisches Design ist ein Stil, der seine Struktur zeigt, statt sie zu verbergen: sichtbare Raster, Standard- oder Monospace-Schrift, harte schwarze Rahmen, flache Farbe und fast kein Zierrat. Der Name stammt von der brutalistischen Architektur, meist zurückgeführt auf das französische béton brut, rohen Beton. Auf einer Website oder einem Plakat wirkt Brutalismus bewusst unpoliert, was in einer Welt aus runden Karten und weichen Verläufen auffällt. Mit Sorgfalt eingesetzt, bleibt er trotzdem gut lesbar und navigierbar.
Woher der Brutalismus kommt: eine kurze Geschichte
Die Idee entstand in der Architektur nach dem Zweiten Weltkrieg. Architekten ließen Beton roh, zeigten, wie ein Gebäude gemacht war, und stellten Funktion über Finish. Grafik- und Webdesigner übernahmen die Haltung Jahrzehnte später, nicht den Beton.
Was geschah
Was geschah
Was geschah
Was geschah
Was geschah
Wie brutalistisches Grafik- und Webdesign aussieht
- Standard- oder Systemschrift: Times, Arial, Courier und Monospace-Schriften, oft in einer Größe, wobei der Schriftschnitt die Hierarchie übernimmt.
- Sichtbare Struktur: Rahmen um jeden Block, gezeigte Rasterlinien, Tabellen, die wie Tabellen aussehen.
- Harte Kanten: keine runden Ecken, keine weichen Schatten, keine Unschärfe.
- Flache Farbe: Weiß, Schwarz, Grau und eine oder zwei laute Signalfarben.
- Rohe Links: blaue unterstrichene Links, schlichte Buttons mit Rahmen.
- Dichte oder ungleichmäßige Layouts: Inhalt Kante an Kante gestapelt oder ein riesiges Element, das das Raster sprengt.
#0000ee ist das Blau unbesuchter Links, das viele Browser lange als Standard nutzen.An der Schrift zeigt sich Brutalismus am deutlichsten. Eine Monospace-Schrift sagt „von Hand gemacht, im Code“; eine schlichte Serifenschrift in Standardgröße sagt „um Schriften haben wir uns nicht gekümmert“, und genau das ist der Punkt. Monospace-Schriften nennt gute Optionen, wenn du den Look willst, ohne dich auf das System des Lesers zu verlassen.
Brutalismus und Neubrutalismus im Vergleich
Das meiste, was heute auf Produktwebsites brutalistisch genannt wird, ist Neubrutalismus, manchmal Neo-Brutalismus geschrieben. Er behält die harten Konturen und die flache Farbe, ergänzt aber Freundlichkeit: pastellige oder bonbonfarbene Leuchtfarben, kräftige Schrift und einen festen versetzten Schatten, der Karten aussehen lässt, als säßen sie auf der Seite.
Brutalismus
- Grau, Schwarz, Weiß, eine Signalfarbe
- Standard- oder Systemschriften
- Bewusst sperrig, manchmal feindselig
- Wirkt wie ein Dokument oder ein Zine
- Verbreitet bei Portfolios, Kunst- und Kulturseiten
Neubrutalismus
- Flache Leuchtfarben wie Zitrone, Flieder und Minze
- Kräftige Grotesken mit Persönlichkeit
- Verspielt und zugänglich
- Wirkt wie Aufkleber auf einer Seite
- Verbreitet bei Start-ups, Apps und Newslettern
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padding: 12px 20px;
font-weight: 700;
cursor: pointer;
}
.button:active {
transform: translate(4px, 4px);
box-shadow: none; /* the button sinks into its shadow */
}So nutzt du brutalistisches Design, ohne die Bedienbarkeit zu verletzen
Brutalismus darf roh aussehen. Er darf nicht verwirrend sein. Die stärksten brutalistischen Seiten sind unverblümt darin, wo was ist: große schlichte Navigation, offensichtliche Links, ehrliche Überschriften. Gewollte Hässlichkeit ist ein Stil; unlesbarer Text ist einfach ein Fehler.
- 1
Eine Regel zum Brechen wählen
Vielleicht ist es Standardschrift, vielleicht eine kollidierende Farbe, vielleicht ein ungleichmäßiges Raster. Alle Konventionen auf einmal zu brechen wirkt kaputt, nicht brutal.
- 2
Den Kontrast hoch halten
Schwarz auf Weiß oder Weiß auf Schwarz ist sehr brutalistisch und sehr lesbar. Grau auf Grau ist keines von beidem. Prüfe Text mit Blick auf Farbkontrast und Barrierefreiheit.
- 3
Links unverwechselbar machen
Unterstreichungen und eine eigene Farbe. Brutalismus ist ein Stil, in dem die alten Browser-Standards ein Gewinn sind.
- 4
Struktur als Dekoration nutzen
Rahmen, Linien, nummerierte Abschnitte und sichtbare Raster geben der Seite ihren Look, du brauchst also keine Bilder, damit sie gestaltet wirkt.
- 5
Ein Element riesig sein lassen
Eine riesige Überschrift oder Zahl, die das Raster sprengt, gibt einem brutalistischen Layout seine Spannung. Siehe Kühnes Grafikdesign für Größe.
Brutalistisches Gespür auf einem Post: schlichte Schrift, dokumentarische Worte und ein Hintergrund, der ganz Textur und keine Politur ist.
Wem brutalistisches Design steht
Brutalismus sagt Menschen, dass dir der Inhalt wichtiger ist als die Verpackung. Das passt zu unabhängigen Verlagen, Plattenlabels, Galerien, Architekturbüros, Entwickler-Tools und Portfolios von Designern. Zu einem Spa, einem Juwelier oder einer Kindermarke passt es deutlich weniger, denn diese Kunden kaufen Beruhigung und Ruhe. Wenn dir die Klarheit gefällt, aber nicht die Rohheit, teilt der Schweizer Stil die Liebe des Brutalismus zum Raster mit weit mehr Politur.
Du kannst Brutalismus auch teilweise entlehnen. Ein rohes Monospace-Schriftsystem über einem reichen Hintergrund zum Beispiel behält die Ehrlichkeit und fügt Atmosphäre hinzu. Ein Gradiently Mark passt gut hinter solche schlichte Schrift, weil er eine ruhige Fläche unter den Worten hält und pro Zeile helle oder dunkle Tinte wählt. Kombiniere ihn mit den Layouts aus Landingpage-Design für eine Seite, die roh und fertig zugleich wirkt.
Häufige Fragen
Was ist brutalistisches Design?
Ein Stil, der Struktur offenlegt und Politur meidet, mit Standard- oder Monospace-Schrift, harten Rahmen, flacher Farbe und sichtbaren Rastern. Er ist nach der brutalistischen Architektur benannt.
Woher kommt der Name Brutalismus?
Er wird meist auf das französische béton brut zurückgeführt, rohen Beton, das Material, das am stärksten mit dem Architekturstil der Nachkriegszeit verbunden ist.
Was ist der Unterschied zwischen Brutalismus und Neubrutalismus?
Brutalismus ist roh und oft streng, in Grautönen mit Standardschriften. Neubrutalismus behält die dicken Konturen, ergänzt aber flache Leuchtfarben, kräftige Schrift und harte versetzte Schatten.
Ist brutalistisches Webdesign schlecht für die Bedienbarkeit?
Muss es nicht sein. Halte den Textkontrast hoch, Links offensichtlich und die Navigation schlicht, und eine brutalistische Seite kann leichter zu bedienen sein als eine polierte.
Welche Schriften werden im brutalistischen Design genutzt?
Monospace-Schriften, Systemschriften wie Arial und Times und schwere Grotesken. Die Wahl signalisiert meist, dass Inhalt wichtiger ist als Styling.
Geschrieben von Gradiently
Das Team hinter Gradiently, einem Designtool rund um Marks: lebendige Farbverläufe, durch die alles, was du gestaltest, nach dir aussieht.
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